Verein "Das Zusammenleben" e. V.
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  Anna-Hirsch-Preis für Frauen

DIE LINKE Sächsische Schweiz – Osterzgebirge haben anlässlich des Frauentages 2017 zum fünften Mal einen Preis ausgelobt. Dieser Preis ist nach Anna Hirsch benannt. Anna Hirsch wohnte in Dohna und war seit 1931 Mitglied der Kommunistischen Partei. Sie war eine Verfechterin und erkannte schon sehr die Gefahr des ausziehenden deutschen Faschismus. Aufgrund Ihrer vielen Aktivitäten wurde sie 1932 in die Gemeindevertretung der Stadt Dohna gewählt. Im Rat setzte sie sich vor allem für die arbeitende Bevölkerung und die Frauen ein. Im Sinne von Anna Hirsch würdigt DIE LINKE SOE mit dem nach ihr benannten Preis jährlich drei Frauen, die für Toleranz, Mitmenschlichkeit, die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft oder anderen Frauen auf ihrem Lebensweg ein Vorbild, eine Anregung geworden sind. Die Vorsitzende von Verein „Das Zusammenleben e.V.“ Tatjana Jurk wurde auch nominiert und erhielt der Anna Hirsch Preis. Grundsatz für diese Ehrung ist der Einsatz im Sinne der universellen Menschenrechte entsprechend der Erklärung der Vereinten Nationen. Die Verleihung des Frauenpreises war am 08.03.2017 in der Drogenmühle, Dresdner Str. 26 in Heidenau stattgefunden.

Mehr zur Thema:
https://www.sz-online.de/nachrichten/anna-hirsch-preis-fuer-drei-frauen-3631375.html

„Hallo Nachbar“ Freital
Preisträger im Wettbewerb 2015 „Aktiv für Demokratie und Toleranz“  
 (Fotos als Diashow hier ansehen)

Am 23. Mai 2016 war es soweit: Die Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2015 (bfdt: Gegen Extremismus und Gewalt) wurden in einem feierlichen Festakt in Berlin geehrt und ausgezeichnet. Aus 327 Wettbewerbspreisträgern wurde das Preisträgerprojekt „Hallo Nachbar“ aus Freital ausgewählt. Für sein zivilgesellschaftliches Engagement geehrt, begeisterte das Freitaler Projekt insbesondere durch den unermüdlichen Einsatz für eine lebendige Demokratie und ein tolerantes Miteinander.

In dem öffentlichen Festakt nahm Frau Tatjana Jurk als Vorstandsvorsitzende des Vereins „Das Zusammenleben“ e.V. die honorierte Auszeichnung sowie die besondere Würdigung für das vorbildliche Engagement freudig entgegen. Lebendig und anschaulich überzeugte Frau Jurk das Publikum von der Freitaler Willkommenskultur. Die Kreisstadt Freital ist 2015 / 2016 durch Ängste und Vorurteile gegenüber Einwanderern bundesweit in den Focus gerückt. Dieses einseitige Bild unserer Stadt fand entsprechend Korrektur, indem Frau Jurk von vielfältigen Kooperationspartnerschaften, Netzwerken und dem steten Engagement der einheimischen Bevölkerung berichtete. Ein großes Interesse sowie positive Rückmeldungen durch das politisch interessierte Publikum bezogen sich daher thematisch in Form von Nachfragen gezielt auf die vielfältige und herzliche Unterstützung seitens der einheimischen Freitaler Bevölkerung und längst integrierten Spätaussiedlern, deren ehrenamtliches Engagement, der finanziellen Förderung u.v.m. in und um Freital. Das Projekt „Hallo Nachbar“ dient nicht nur der Stärkung der Einwanderer, sondern primär derjenigen Menschen und Strukturen, die diese unterstützen möchten, um rechtsextremen Tendenzen etwas entgegen zu setzen und eine tolerante Gesellschaft zu gestalten. Daher ist es den Initiatoren besonders wichtig, v.a. die einheimische Bevölkerung einzubeziehen, um eine interkulturelle Öffnung voranzutreiben und vorhandene Vorurteile und Hemmschwellen auf beiden Seiten abzubauen.

Ohne die Trägerschaft „Netzwerk Migration Freital“ sowie die aktive Mitarbeit der Wohnungsgesellschaft Freital mbH, des Treffpunktes Oppelschacht, des Eiscafés Fischer, des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge u.v.m., wäre das interkulturelle Fest „Hallo Nachbar“ - mit ca. 1000 Besuchern - nicht realisierbar. Insbesondere die Unterstützung durch die Stadt Freital und der Kirche sowie zahlreicher Sponsoren privater Unternehmen ermöglichen den kontinuierlichen Erfolg des interkulturellen Festes.

Die Mitglieder und Mitstreiter von „Das Zusammenleben“ e.V. bestehen vorwiegend aus Spätaussiedlern. Sie haben selbst die Auswanderung aus der alten Heimat und die Fremdenfeindlichkeit in der neuen Heimat erlebt. Ihre Integrationserfahrungen sind wertvoll für die einheimische Bevölkerung, andere Migranten-Gruppen und Asylbewerber. Um diese hilfreichen Erfahrungen weiter zu geben, initiierte „Das Zusammenleben“ e.V. als Hauptinitiator erstmalig vor 10 Jahren (2006) das Fest unter dem damaligen Namen „Tag der Integration“. Aufgrund des starken Zulaufs von Mitwirkenden und Gästen sowohl deutscher als auch anderer Herkunft nennt sich dieses Projekt seit nunmehr sechs Jahren „Hallo Nachbar" und wird während der bundesweiten Interkulturellen Woche (Mottovorgabe) durchgeführt.

Dafür erhielt der Verein „Das Zusammenleben“ e.V.als Preisträger des Wettbewerbes „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2015 bei der Preisverleihung in Berlin gebührende Anerkennung und Wertschätzung.

Sandra Semrau


Nominierung für den Sächsischen Integrationspreis

Der fünfte Sächsische Integrationspreis steht unter dem Motto „Willkommensgesellschaft Sachsen: Chancen durch Vielfalt“ und zeichnet auch in diesem Jahr drei Projekte und Initiativen aus, die sich für Vielfalt und interkulturelle Öffnung einsetzen. Der Sonderpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz geht dieses Jahr an eine engagierte Einzelperson, die sich seit langem für ein offenes und vielfältiges Miteinander in Sachsen einsetzt.

„Das Zusammenleben e.V.“ wurde für „Hallo Nachbar – interkulturelles Nachbarschaftsfest im Rahmen der bundesweiten interkulturellen Wochen“ nominiert.

Dieses Fest veranstalteten „Das Zusammenleben e.V.“, die WGF mbH und die Jugendhilfestation „Oppelschacht“ e. V. im Auftrag des Netzwerks Migration Freital.

„Hallo Nachbar“ in Freital–Zauckerode bringt einen weiteren Beitrag zur Verbesserung des Verhältnisses zwischen Einheimischen und Migranten und fördert ein harmonisches Zusammenleben.

Die vier Preisträger werden am 29. November 2013 im Plenarsaal des Sächsischen Landtags ausgezeichnet.

Zur Preisverleihung sind alle Bewerber herzlich eingeladen. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler. Für den Sächsischen Integrationspreis stehen insgesamt 6.000 € zur Verfügung.

Es wird auf vier Preise zu je 1.500 € verteilt.



Mehr zum Thema unter:
 http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/aktuelles_presse/veranstaltungen/9945.aspx


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